Volksinitiative «Für eine Einschränkung von Feuerwerk»
Meine Meinung
Auch alle Menschen würde das nützen. Wie angenehm wäre die Silvester-Nacht und der Bundesfeiertag für unsere Ohren und unser Wohlbefinden, wenn wir ohne Geknalle feiern könnten. Wir würden auch die Tage davor und danach vom Raketenlärm verschont. Die Luft würde deutlich weniger mit chemischen Stoffen belastet.
Wie schön wäre es, wenn wir den schweizerischen Zusammenhalt in sanfterer, besinnlicher und umweltverträglicher Form begehen könnten ?!
Vermeidbare Belastungen für Tiere
Das Hörvermögen von Hunden ist doppelt so groß wie das der Menschen. Bei Katzen ist es gar fünfmal höher. Deshalb ist der Lärm für viele Tiere, die wesentlich besser hören als wir, eine massive Tortur. Das Ausmaß der Belastung kennen oft nur die Betroffenen. Sie sehen wie verstörten Haustiere zittern, erbrechen und sich verkriechen. Was viele dieser Knallfreunde nicht wissen, ist, dass Tierbesitzer ihre Tiere auf das Krachen vorbereiten müssen. Die Halter werden gezwungen zuhause zu bleiben. Sie sperren die Tiere in möglichst schalldichte Verliese ein. Sie verstopfen ihnen die Ohren oder verabreichen ihnen Beruhigungsmittel oder treffen andere Vorkehrungen.
Ebenso können Nutztiere (Kühe, Kälber, Schweine) den Belastungen nicht ausweichen.
Auch Wildtiere leiden unter der Knallerei. Sie werden verwirrt und geängstigt. Beispielsweise Vögel, die nachts relativ schlecht sehen, werden durch das Krachen aufgeschreckt, dann fliegen sie gegen Äste oder Hauswände und verwunden sich. Viele sterben daran.
Abnehmende Belastungen für Menschen
Die Annahme der Initiative bringt auch uns Menschen Verbesserung. Wir müssen weniger giftige Abgase einatmen, denn man darf damit rechnen, dass Raketen, die nicht knallen, weniger häufig gekauft werden als derzeit.
Die Behörden wissen nicht genau, welche Chemikalien zur Herstellung der unterschiedlichen Feuerwerkskörper verwendet werden. Sie kennen allenfalls die wichtigsten Bestandteile der im Inland hergestellten Feuerwerkskörper. Bekannte Gift, die bei der Herstellung verwendet werden, sind Schwefel, Nitrate und Perchlorate. Eine noch höhere Gefährdung der Gesundheit und Umwelt geht von den extrem giftigen Salzen der Elemente Strontium, Barium, Arsen und ähnlichen aus (Giftklasse 2 und 3). Wikipedia listet rund vierzig Feuerwerks-Zusätze auf, die für die Gesundheit und die Umwelt schädlich und in starken Dosen tödlich sind.
Dazu kommt noch die Belastung mit gesundheitsschädlichen Staubteilchen mit einem Durchmesser kleiner als 10 µm (Feinstaub). In Feuerwerks-Nächten steigt die Feinstaub-Konzentration schnell auf das Hundert- bis Tausendfache, der täglichen Durchschnittswerte. Nebenbei bemerkt: Jedes Jahr brennen wegen dem Feuerwerk Häuser ab.
Wichtig:
Die Initiative verlangt kein breites Verbot für Feuerwerkskörper, sondern nur für jene, die knallen !
Somit entgeht bei der Annahme der Initiative nur den Verkäufern von Knallkörpern ein Teil des bisherigen Geschäfts. Und ihre Kunden müssen sich mit Feuerwerk ohne Geknalle zufrieden geben.
Alle anderen gewinnen, weil beträchtlichen Belastungen für uns und die Tiere abnehmen.
Meine Empfehlung ist ein deutliches Ja
